Sage der Schimmelkirche von Kartitsch
Gestartet wurde mit einer spannenden Sage, in der 2 Heinfelser vor vielen, vielen Jahren das Gold und andere wertvolle Schätze aus der Burg Heinfels stehlen wollten. Sie wussten nämlich von dem Tunnel, der vom heutigen Gasthof Burg Heimfels unterirdisch hinauf in die Schatzkammer des reichen Grafen von Görz führen sollte. Allerdings hatten sie nicht mit den zwei großen, schwarzen Hunden mit den feurigen Augen gerechnet, die das Tor zur Schatzkammer bewachten. Als die beiden Gauner dann im Dunkeln 4 rotleuchtende Augen anblickten und gefährlich anknurrten, war der Plan der Räuber zunichte und sie suchen das Weite.
Gefesselt vom Inhalt dieser Sage, die sicher irgendwo einen Kern Wahrheit enthält, stellten unsere Schulkinder viele Fragen zum geheimnisvollen Tunnel und Max berichtete, dass diese Hunde inzwischen versteinert sind.
Burg Heinfels war unseren Schüler:innen natürlich sehr wohl ein Begriff von früheren Besuchen oder eben auch vom Vorbeifahren. Aufgefrischt und erweitert wurde das Wissen mit einer Bilderpräsentation an unserer digitalen Tafel. Tolle Aufnahmen und Videos der "Königin des Pustertals", wie Burg Heinfels auch gerne genannt wird, konnten wir uns so vom Klassenzimmer aus ansehen.
Herzlichen Dank für die Erlaubnis, diese Aufnahmen im Rahmen unserer Veranstaltung zu zeigen, an Toni Ausserlechner aus Anras - osttirol-fotos.at 😍
Nach einer kleinen Jausenpause ging es weiter mit der Entstehungssage der Schimmelkirche.
Sie besagte, dass der letzte Graf Leonhard von Görz leider keine Erben hatte. Aber dieses Unglücks nicht genug erblindete er dann auch noch. Als gottesfürchtiger und gläubiger Mann betete Graf Leonhard viel und nahm sich in einem Schwur vor: Sollte ich je wieder sehen können, werde ich auf der Stelle, die ich als Erstes erblicke, eine Kirche bauen.
Und siehe da, tatsächlich erwachte Graf Leonhard eines Tages und konnte ein helles Licht sehen. Er rieb sich die Augen und sein Blick wurde immer klarer. Er ging auf seinen Erker hinaus und das erste, das er klar und deutlich sehen konnte, war ein Hügel im Südosten, hoch im heutigen Kartitsch gelegen. Dort ließ er also eine Kirche errichten, dessen Bau er tatkräftig unterstütze - ritt er doch jeden Tag auf seinem Schimmel mit Baumaterial nach Kartitsch herauf.
Und das ist wohl der Grund, warum unsere Pfarrkirche einmal dem Heiligen Leonhard geweiht ist und den Beinamen "Schimmelkirche" trägt.
Die Burg, die uns als Modell diente, wurde von früheren Kartitscher Schülerinnen im Rahmen des Unterrichtes gebaut.
Die maßstabgetreue Nachbildung unserer Pfarrkirche ist eine Leihgabe von Helene Ebner, Dolomitenhof. Herzlichen Dank auch dafür.
Abschließend darf gesagt werden, dass dieser Vormittag ein abwechslungsreicher, informativer Schultag war und wir bedanken uns nochmals vielmals bei Frau Annemarie Lusser für ihre Bereitschaft, zu uns in die Schule zu kommen mit diesen spannenden Sagen aus früheren Zeiten. Über seine Heimat etwas zu erfahren, ist und bleibt doch immer wieder sehr interessant.



